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 Hochkulturen
Fast 2000 Jahre lang gab es in Mittelamerika Hochkulturen. Sie errichteten aufwendige Steinpyramiden für religiöse Rituale und entwickelten ein Schrift. Tenochtitlán, die Hauptstadt des mächtigen Azteken-Reiches, war grösser und reicher als jede europäische Stadt des 15. Jahrhunderts. Diese bemerkenswerte Kultur wurde um 1520 von den Spaniern vernichtet.
Die Einführung des Maisanbaus um 2700 v. Chr. schuf die Grundlage für die Entwicklung der mittelamerikanischen Kulturen. Regelmäßige Niederschläge und ein ganzjährig warmes Klima ermöglichten es, in den Flussebenen im Südosten Mexikos viermal im Jahr zu ernten. Bis 1250 v. Chr. entstanden erste Staaten unter den Olmeken, die Kultstätten mit pyramidenförmigen Erdhügeln und monumentalen Steinskulpturen errichteten; später schufen sie die ersten astronomischen Kalender.
Auch die Zapoteken im Oaxaca-Tal kannten komplexe Sozialgefüge. Hier entstand um 800 v. Chr. die erste Schrift Amerikas, die auf Piktogramme beruhte. Hauptzentrum war Monte Albán, das zwischen 400 v. Chr. und 700 n. Chr. seine Blütezeit erlebte.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. entstand bei Teotihuacán im Tal von Mexiko eine größere Stadt. Mit einer Fläche von 20 Quadratkilometern war sie grösser als das antike Rom, hatte aber weniger Einwohner. Die Stadt verfügte über ein Straßensystem, Kultstätten, Paläste, einen grossen Wohnbezirk, Werkstätten und ein Viertel für ausländische Händler. Die Sonnenpyramide, erbaut um 150, war das höchste Bauwerk im vorkolumbianischen Amerika. Teotihuacán wurde um 750 geplündert.
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