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 Mexico City
Mexico City: Kaum eine andere Weltstadt ruft so unterschiedliche Reaktionen beim Besucher hervor wie „La Ciudad de Mexico" oder schlicht „Mexico, D. F": Man liebt sie oder hasst sie, man ist bezaubert von ihrem Charme oder ekelt sich vor ihrem Schmutz! Wie auch immer - diese einmalig einzigartige Mischung aus Cartier und Kloake ist eine der farbenprächtigsten und mit Sicherheit die geschichtsträchtigste Stadt des gesamten amerikanischen Kontinents.
Die Zeugen jener hochentwickelten Azteken-Kultur, die der spanische Eroberer Hernän Cortes hier im Jahre 1520 antraf und zerstörte, sind nicht zu übersehen. Der alte La-Merced-Markt nahe dem Stadtzentrum funktioniert immer noch wie zu Moctezumas Zeiten, und in den Aztekendörfern am Stadtrand wird immer noch das klassische Nahuatl, die alte Aztekensprache, gesprochen.
Mehr als 20 Millionen Einwohner hat Mexico D. F. zur Zeit nach offiziellen Angaben der Vereinten Nationen und gilt damit als eine der grössten Städte der Welt - nach inoffiziellen Schätzungen liegt diese offizielle Zahl vielleicht noch viel höher (niemand hat sich bisher die Mühe gemacht, die Slumbevölkerung zu zählen). Die Arbeitslosenziffer ist nicht bekannt, doch Mexicos Strassen sind voll von Jobsuchenden.
Smog. Schmutz und Slums können für den Besucher jedoch nur eine Seite des ehemaligen Tenochtitlän sein, das ca. 1320 von dem Kriegervolk der Azteken gegründet wurde. Damals ein Venedig des amerikanischen Kontinents - in der Mitte des Texcoco-Sees
gelegen - mit Kanälen statt Straßen, dem „Zocalo", dem zentralen Platz, seinen den Göttern geweihten, riesigen Pyramiden und den Stammesherrschern vorbehaltenen prachtvollen Palästen. Über Dämme war die im Wasser liegende Stadt mit dem Festland verbunden. Der zeitgenössische spanische Chronist Bernal Diaz fand nur zwei Worte für dieses Weltwunder: „etwas
Wunderbares".
Den Spaniern unter Cortés und den mit ihnen verbündeten, primitiven Indianerstämmen blieb es vorbehalten, dieses „Wunder" 1521 dem Erdboden gleichzumachen. An gleicher Stelle liess Cortes jedoch die neue Hauptstadt errichten: „Die höchst edle und treuergebene Stadt Mexico".
Der Texcoco-See ist längst verschwunden. Landgewinnung durch Aufschüttung war nötig, um dem ständigen Wachstumsanspruch der neuen Metropole Platz einzuräumen.
Schrägstehende Mauern oder Türme, abgesackte Strassendecken oder Bürgersteige beweisen jedoch bis heute, dass der Grund, auf dem Mexico D.F. steht, höchst sumpfig ist.
„EI Zocalo" nennt der Volksmund den Platz der Verfassung im Zentrum der Stadt. Gerahmt von zwei mächtigen Kirchen und dem politischen Machtzentrum des Landes: der Kathedrale von Mexico, der grössten ihrer Art auf dem Kontinent, und der Kirche „Sagrario" sowie dem Nationalpalast mit den berühmten Wandbildern von Diego Rivera im Treppenaufgang. Ganz in der Nähe der Plaza Garibaldi, wo die „Mariachi-Musikanten" auf Auftraggeber warten, und nicht weit davon der Alameda-Park, an dem „Bellas Artes" steht, das bedeutendste Theater und Kunstausstellungsforum Mexicos.
Der Pracht-Boulevard der Stadt ist der „Paseo de la Reforma" - weitläufig, grosszügig, weltstädtisch. Im südlichen Teil zweigt die „rosarote" Zone ab, „La Zona Rosa", ein Restaurant- und Einkaufsviertel, in dessen Boutiquen kein Markenhersteller der Welt fehlt.
Über den Chapultepec-Park mit dem gleichnamigen Schloss, das Zeugnis von österreichischem Herrschafts-Intermezzo im 19. Jahrhundert ablegt, kommt der Besucher zu den drei bedeutendsten Museen der Stadt:
dem Museum für mexikanische Geschichte
dem Museum of Modern Arts und vor allem
dem Museum der Anthropologie, durch das der Bogen mexikanischer Geschichte - vorerst - abgeschlossen wird: von der Steinzeit über die BarockArchitektur bis zur Wolkenkratzer- und Wegwerfgesellschaft der Neuzeit.
Ausflüge
Zu den berühmten „Schwimmenden Gärten von Xochimilco"; über die mit Wasserpflanzen bewucherten Kanäle gleiten blumengeschmückte Barken, Mariachi-Kapellen spielen dazu ihre Serenaden.
Teotihuacan gilt als die bedeutendste archäologische Stätte des Kontinents mit der Sonnen- und der Mondpyramide, der Zitadelle und dem Tempel des Quetzalcöatl.
Tula, 74 km von Mexico D. E, war die Hauptstadt der Tolteken, die Quetzalcöatl, halb Gott, halb Mensch, verehrten. Noch immer wird sie bewacht von den Atlanten, riesigen Kolossen aus Vulkangestein, die die Pyramidenstrassen säumen.
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Strände Veracruz
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