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 Natur
Weite Teile Mexikos waren noch in der Kreidezeit, also vor über 65 Mio. Jahren, von den Fluten des Weltmeeres überspült. Am Ubergang von der Kreide- zur Tertiärzeit ist neueren geophysikalischen Forschungen zufolge ein riesiger Meteorit im Bereich der heutigen Halbinsel Yucatän in die Erdkruste eingedrungen und hat den Chicxulub-Krater ausgeworfen, der einen Durchmesser von 200 km hat. Erst während des Tertiärs wurde das heutige Mexiko von der Gebirgsbildung erfasst.
Sozusagen als südliche Fortsetzung der nordamerikanischen Rocky Mountains bzw. der Basin and Range Province wuchsen die Hauptstränge der Sierra Madre Occidental (Westliche Sierra Madre) und der Sierra Madre Oriental (Östliche Sierra Madre) heran, begleitet von schweren Erdbeben und heftigen Vulkanausbrüchen. Erst vor 5 bis 2 Mio. Jahren bildete sich der Isthmus von Tehuantepec, der nun Nord- mit Südamerika verbindet.
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Mexikos Erde ist bislang nicht zur Ruhe gekommen. Der Grund dafür sind anhaltende Bewegungen einzelner Platten der Erdkruste. So schiebt sich beispielsweise die im östlichen pazifischen Raum befindliche Cocosplatte unter die Amerikanische und die Karibische Platte. Die dabei an den Plattenrändern entstehenden Spannungen entladen sich immer wieder in starken Erdstößen oder führen zu heftigen Vulkanausbrüchen.
Ein letztes verheerendes Erdbeben trug sich 1985 im Raum Mexiko-Stadt zu. Es forderte ca. 10000 Menschenleben und richtete immense Schäden an der Bausubstanz und Infrastruktur an. Das jüngste schwere Beben ereignete sich im Sommer 1999 im Raum Puebla. Damals fanden 23 Menschen den Tod. Auch Mexikos Feuerberge, die Teil des zirkumpazifischen »Ring of Fire« sind, sorgen immer wieder für Aufregung. Erst 1943 »erwachte« der Paricutin, Mexikos jüngster Vulkan. Mehrfach machte sich in den letzten Jahren der Popocatepetl bemerkbar, in dessen näherer Umgebung über 30 Mio. Menschen leben.
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